Was willst du werden, wenn du groß bist?<br/> Tagträumer! | blog | lukas°ebner

Was willst du werden, wenn du groß bist?
Tagträumer!

entspannung
Am Schluss des letzten Artikels habe ich dir eine
Aufwärmübung aufgetragen, nämlich: Erwischt du dich in einem Moment der Langeweile, z.B beim Warten auf den Bus, dann lass dein Handy stecken und mach einfach mal nichts.
Wie ist es dir dabei ergangen?
Ernsthaft! Hast du es geschafft?
Oder hast du dich dabei erwischt, wie deine Hand plötzlich „unbemerkt“ in die Tasche greift um das Handy rauszuholen?
Es ist verdammt schwierig, das gebe ich zu. Einfach mal nichts zu tun.
Du kannst aber beruhigt sein. So wie dir, geht es wahrscheinlich 99% aller, die mal ernsthaft ausprobieren ohne moderner Unterhaltungstechnik den Tag zu bestreiten.
Eigentlich recht beunruhigend, aber das bringt unsere Zeit so mit sich.
Nein! Was sage ich da.
Das klingt nach Resignation. So weit kommt´s noch.
Du hast immer die Möglichkeit, was zu verändern. Nütze die Langeweile zu deinem Vorteil.
Wenn du die Übung vielleicht nicht geschafft hast, so hast du aber sicher bemerkt, wie oft du eigentlich Zeit für eine kurze
Erholungsphase hättest. Zeit für die dir dein Organismus so dankbar wäre.


Ich habe es ja bei der Ankündigung zur Entspannungsreihe schon angeschnitten. Es gibt unterschiedliche Formen der Entspannung:


Entspannungsmöglichkeiten
und
Entspannungsverfahren


Heute bleibe ich erst mal bei den Entspannungsmöglichkeiten.
Die Bezeichnung ist eigentlich selbsterklärend: Du nützt jede Möglichkeit um zu entspannen. Dazu ist weder ein Coach noch ein Mentaltrainer notwendig.
Du brauchst nur dich. Nur du selbst weißt am besten was dich entspannt.

Weißt du das wirklich?

Ich höre oft den Satz: „Ich habe so viel um die Ohren, ich spür mich schon gar nicht mehr!“
Bei
dauerhaftem Stress ist es leider wirklich so, dass der Bezug zu dir selbst gekappt wird.
Ist
chronischer Stress derart präsent, ist es dir auch nicht möglich unmittelbar in einen entspannten Zustand umzuschalten.
Bevor du dich hinsetzt um z.B. die Atemübung durchzuführen, musst du erst durch eine sogenannte
„Distanzierungsphase“, um inneren Abstand von belastendem Tagesgeschehen zu gewinnen. Und das funktioniert am besten mit Bewegung.
Ein kurzer Spaziergang um runterzukommen, dann bist du bereit um so richtig abzuschalten.

Der oberste Grundsatz für
optimale Entspannung ist: Du darfst nicht gestört werden. Vermeide jegliche Art der Ablenkung!

5 Vorschläge für dich zur einfachen Entspannung


1) Ein Schläfchen in Ehren, kann niemand verwehren
Es ist wie es ist: Der Mensch ist einfach nicht dafür geschaffen, um den ganzen Tag Leistung zu bringen.
Mal ganz ehrlich. Zu welcher Tageszeit glaubst du würden sich die meisten von uns mal gerne aufs Ohr hauen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten?
Klar, zu Mittag.
Wer kennt das nicht?
Nach dem Mittagessen hat dein Körper wirklich wichtigeres zu tun, als sich mit Kunden, Meetings oder E-mails herumzuschlagen. Er will einfach nur in Ruhe verdauen und die Strapazen vom Vormittag abschütteln.
Also, wenn du die Zeit und die Möglichkeit hast ein kurzes Powernap zu nehmen, dann mach es. Unbedingt!
Du musst dich gar nicht auf ein Mittagsschläfchen beschränken. Nimm dir da ein Beispiel an den Japanern. Die nützen jede Gelegenheit, sogar stehend (der sogenannte Dachsschlaf) um die Augen zu schließen und der Umwelt kurz Lebewohl zu sagen.
Ich weiß. Das ist nicht Jedermanns Sache, in aller Öffentlichkeit seelenruhig zu schlafen.

Was ich aber damit sagen will, ist:
Nütze jede Gelegenheit für ein Schläfchen!

2) Aufmerksames Lauschen
"Was soll das jetzt?", fragst du dich:
Du sollst entspannen durch
Aufmerksamkeit.
Genau das sollst du.
Wenn du die Möglichkeit hast in die
Natur rauszugehen (ein kleiner Park tut es auch), dann setz oder am besten lege dich mal hin und sei aufmerksam.
Lausche!
Was hörst du?
Du musst dich darauf konzentrieren.
Du wirst Vögel singen hören. Richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf.
Wie viele kannst du hören?
Du wirst dich wundern, was da eigentlich los ist.
Kannst du Unterschiede raushören, vielleicht sogar eine Konversation zwischen 2 Artgenossen erkennen?
Ja, ja, das klingt jetzt alles sehr nach „Happy Hippie“, aber in dem uns so dominanten Geräuschebrei durch Autos, Baustellen, Stimmengewirr ... verlieren wir immer mehr den Bezug zur eigentlichen
Umwelt, der Natur.
Als ich diese Übung zum ersten Mal durchgeführt habe, war ich hin und weg. Ich hatte wirklich vergessen, was für Geräusche die Natur uns bietet.
Sehr
entspannend auf jeden Fall!
Durch das aufmerksame Hinhören und Genießen haben störende Gedanken gar keine Chance dich zu belästigen.

3) Atemübung
Bei diesem Punkt werde ich mich kurz halten. Nicht weil er unwichtig ist. Auf keinen Fall, das Gegenteil ist der Fall. Nur beschreibe ich „richtiges“ Atmen in meinen „3 goldenen Strategien“ beim Abonnieren meines Newsletters (kostenlos!).
Für die
Atemübung setzt du dich aufrecht in deinen Sessel, wesentlich ist hier eine ruhige Umgebung.
Worauf es hier ankommt, ist, dass man seine
Konzentration ganz auf seine Atmung richtet.
Atme bewusst in deine Körpermitte und folge deinem Atem wie er sich in alle Glieder ausbreitet.
Darauf folgt ein langes Ausatmen.
Du solltest dir dafür
mindestens 10, bestenfalls 20 Minuten Zeit nehmen.

Erweiterung: Relaxation Response nach Benson
Ist im Grunde der gleiche Ablauf.
Der kleine, aber laut Studien doch sehr große Unterschied liegt darin, dass du beim Ausatmen ein Wort, welches du dir vorher ausgesucht hast (z.B.: Meer oder Ruhe ... ) immer und immer wiederholst.

Zahlreiche Studien zeigen, dass bei
2 bis 3 maliger Durchführung pro Tag, alle Symptome, die durch negativen Stress hervorgerufen werden, reduziert werden können.

4) Freizeitaktivitäten
Da lasse ich deiner Fantasie freien Lauf.
Besonders wichtig ist, es muss Spaß machen.
Es bringt nichts wenn du dir ein Jahresabo für ein muffeliges Fitnesscenter kaufst, wenn du lieber einfach in der Natur spazieren gehst.
Gerade bei Erschöpfung sind
Spaziergänge, überhaupt Bewegung in der Natur und leistungsfreie Sportarten besonders wohltuend.
Bewegung ist immer wichtig, in diesem Fall aber steht die
Entspannung im Vordergrund. Da geht es alleine darum, dass du deinen Kopf vom Alltagsgeschehen freibekommst.

Jeder weiß, wie stark
Musik auf uns wirkt. Sie kann einen innerhalb von Sekunden in alle möglichen Gemütszustände versetzen, ganz besonders auch in einen entspannten.

Lesen
, Malen, alles was dein Herz begehrt und dein Gehirn von belastenden Gedanken frei werden lässt.

Und natürlich,
sozialer Kontakt: Kino mit Freunden, Ausgehen … aber natürlich beim Alkohol nicht über die Strenge schlagen! Sonst kostet es mehr an Ressourcen, als du gewinnen kannst.

5) Entspannung für die Bushaltestelle
Anfangs habe ich ja das Beispiel gebracht, wenn du an einer Bushaltestelle stehst und dir ist langweilig.
Logische Konsequenz: Handy raus ... bis jetzt!

Die Bezeichnung
Tagträumer ist ja eigentlich schon fast negativ behaftet. Sollte es aber auf keinen Fall sein. Das sind Menschen, die die besondere Gabe haben in Alltagssituationen sich von der Umwelt abzukapseln und im Gedanken an den letzten Urlaub, den letzten lustigen Abend mit Freunden ... zu versinken.
Und genau das brauchst du!
Durch das Aufleben lassen positiver Erlebnisse lenkst du dich erstens von belastenden Situationen ab und dein
Organismus reagiert darauf mit der Ausschüttung von Glückshormonen.
Genial, oder?
Also meine Aufforderung an dich:
Werde zum Tagträumer!

Du siehst, es gibt sehr einfache Möglichkeiten um sich zu entspannen, und es gibt noch viel, viel mehr. Wenn du genau überlegst, fallen dir sicher noch einige ein.
An den Entspannungsmöglichkeiten scheitert es nicht.
Was manchmal einfach fehlt, ist die Bereitschaft, der Wille es zu tun.
Zeit hättest du öfter als du dir vielleicht eingestehst.
Auch wenn es nur ein paar Minuten sind.

Nütze diese Zeit sinnvoll, für dich!

Trage dich in meinen Newsletter ein und du erhältst einen Fragebogen, der dir genau aufzeigt, was für Entspannungsmethoden dir helfen werden!


E-Mail*






Lukas



blog comments powered by Disqus