5 unglaubliche Fakten über den Schlaf, die dir helfen werden besser zu schlafen! | blog | lukas°ebner

5 unglaubliche Fakten über den Schlaf, die dir helfen werden besser zu schlafen!

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1) Der gesunde Schlaf ist alles andere als eine ruhige Zeit. Während eines 8-stündigen Schlafes verbraucht dein Körper nur 50 kcal weniger (entspricht 1 Scheibe Brot) als am Tag.

2) Du wachst pro Nacht ca. 28 Mal auf, bist hellwach, und du kannst dich am nächsten Tag überhaupt nicht daran erinnern.

3) Du darfst dich in den ersten 3 Minuten des Wachwerdens mitten in der Nacht auf keinen Fall ärgern, dass du aus deinem Schlaf gerissen wurdest.

4) Während der Nachtruhe sind alle Antennen nach Außen gekappt, fast alle ...

5) Bei Dauerstress wird dein Körper regelrecht trainiert nicht zu schlafen.


Bevor ich mich den einzelnen Punkten zuwende, möchte ich dir eine Abbildung zeigen. Sie beschreibt deine
„Schlafarchitektur“.

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Quelle: Mein Buch vom guten Schlaf, J. Zulley, Verlag Zabert Sandmann, 2005, p.45


Im Optimalfall schläfst du nach ungefähr 15 Minuten ein und sinkst in den sogenannten „leichten Tiefschlaf“. Teile deines Gehirns werden heruntergefahren, deine Körpertemperatur fällt um ein halbes Grad ab. Nun hat dein Schlafhormon Melatonin seinen Auftritt. Es signalisiert deinem Körper nun endgültig seine Leistung zu drosseln und dich in die erste Tiefschlafphase gleiten zu lassen. Wachstumshormone werden freigesetzt, die unser Organismus benötigt um sich zu regenerieren. Etwa 45 Minuten nach dem Einschlafen ist dies auch in vollem Gange: Körperzellen vermehren sich, neues Blut fließt ins Knochenmark. Dein Immunsystem, das den ganzen Tag potentiell schädliche Eindringlinge abwehrt, produziert neue Helferzellen und Antikörper um für die nächsten Schlachten am folgenden Tag gerüstet zu sein.
Ab jetzt wird dein Gehirn aktiver. All das, was du untertags erlebt, gesehen, gelernt hast, wird sortiert und bewertet. Was als verwertbar eingestuft wird, wird abgespeichert, der Rest wandert sofort in den Papierkorb.
Nun beginnen in ca. 90-minütigen Abständen deine
Traumschlafphasen, dazwischen erfährt dein Körper noch 1 bis 2 Tiefschlafphasen zur Regeneration.
Ab 3:00 Uhr wirst du schon wieder fürs Aufwachen vorbereitet, indem dir dein Körper eine Dosis
Kortisol verabreicht. Deine Tiefschlafphasen werden nun immer kürzer, deine Traumphasen dafür länger.


5 Fakten und was du daraus lernen kannst


Ad 1) Der gesunde Schlaf ist alles andere als eine ruhige Zeit. Während eines 8-stündigen Schlafes verbraucht dein Körper nur 50 kcal (= 1 Scheibe Brot) weniger als während der aktiven Tageszeit.

In der genannten Kurzbeschreibung hast du nun erfahren was in dir vorgeht, es herrscht ein reger Betrieb.
Nun aber komme ich zu den nach Außen sichtbaren Aktivitäten.

- Im Schlaf wälzt du dich hin und her. Immer wieder, Gott sei Dank. Dies ist notwendig, damit alle Körperpartien gleichmäßig durchblutet werden. Würdest du nur eine Seite beanspruchen, würde diese an schweren Durchblutungsstörungen leiden.

- Dein Wärmehaushalt wird reguliert, indem, im Falle von zu heiß, dein Körper den Befehl gibt: „ Fuß ausfahren, raus aus der Decke.“ Wird es zu kalt erfolgt der Rückzug. Somit wird die optimale Temperatur für deinen gesunden Schlaf gesichert, ganz automatisch.

- Dein Körper macht jede Nacht unbemerkt Dehnungsübungen, damit du am nächsten Tag überhaupt dein Frühstücksbrötchen in deinen Händen halten kannst.
Ich gebe es ja zu, ein klein wenig Übertreibung steckt in dieser Tatsache, aber ungefähr kommt das schon hin.
Versuch mal bewusst nur 1 Stunde lang deinen Arm gebeugt zu halten. Wie fühlt sich das dann an?
Schmerzhaft, nicht wahr?
Stell dir das jetzt über 8 Stunden vor.
Wie würde dein Arm dann wohl in der Früh aussehen?
Deshalb lässt dein Körper deine Muskeln regelmäßig anspannen und wieder entspannen um sie locker und fit für den nächsten Tag zu halten. Eine weitere Maßnahme deines Körpers um ausgeruht aufzuwachen.

Du siehst, was du vielleicht bis jetzt als unruhigen Schlaf bezeichnet hast, ist nichts anderes als der Versuch deines Körpers, dich so sicher und sanft wie möglich durch die Nacht zu bringen, ohne dabei Schaden zu erleiden.


Ad 2) Du wachst pro Nacht ca. 28 Mal auf, bist hellwach, und du kannst dich am nächsten Tag überhaupt nicht daran erinnern.

Wenn du dich nicht gerade hin- und herwälzt, bist du wahrscheinlich munter.
Nein, es ist nicht ganz so schlimm.
Aber, JA, es stimmt!
Es ist ganz normal bis zu 28 Mal pro Nacht aufzuwachen. Das eine Mal länger, das andere Mal kürzer. Dieses Phänomen haben wir wieder unseren Vorfahren zu verdanken. Nur so konnten sie die Nacht überstehen, ohne dass ihnen am Morgen ein Bein fehlte oder ganz aufgefressen worden zu sein. Die Zeiten waren hart in der Steinzeit. Die Zeiten haben sich aber geändert, doch die Angewohnheit ständig mal kurz aufzuwachen um nachschauen zu können, ob sich nicht doch ein Säbelzahntiger zu dir ins Bett kuschelt, ist geblieben. Du wirst jetzt natürlich von dir behaupten, dass das bei dir ganz anders ist. Du müsstest dich doch daran erinnern können. Doch da liegt das Problem ... beim Erinnern.
Alle Wachphasen, die kürzer als 3 Minuten dauern werden aus deinem Gedächtnis gestrichen.

Und somit schliesse ich gleich mit Punkt 3 an dieses Thema an.

Ad 3) Du darfst dich in den ersten 3 Minuten des Wachwerdens mitten in der Nacht auf keinen Fall ärgern, dass du aus deinem Schlaf gerissen wurdest.

Gut, jetzt hast du erfahren, dass du ziemlich oft in der Nacht aus deinem wohlverdienten Schlaf gerissen wirst. Und alles unter 3 Minuten wird nicht weiter beachtet, obwohl du komplett wach bist.
Normalerweise.
Menschen mit
Schlafstörungen, haben ein großes Problem: Die Angst vor Schlafproblemen! Nicht durchschlafen zu können, wieder total übermüdet in der Früh aufzuwachen.
Was passiert nun wenn sie aufwachen und merken: „Ich bin wach!“
Sie ärgern sich, dass sie es wieder nicht geschafft haben durchzuschlafen und machen sich sorgen nicht mehr einschlafen zu können. 3 Minuten sind lange genug um sich so zu ärgern, sich so reinzusteigern, dass dann am Ende wirklich nichts mehr geht.
Das Resultat: Sie bleiben wach. Schon wieder!

Aber: Falls dir das passieren sollte, lass dich nicht beirren! Aufwachen mitten in der Nacht ist ganz normal. Vertraue darauf, dass du auch wieder einschläfst. Verliere keinen Gedanken ans Wachbleiben! Vertraue einfach deinem natürlichen Rhythmus.


Ad 4) Während der Nachtruhe sind alle Antennen nach Außen gekappt ... fast alle.

Du weißt, wie aufmerksam deine Sinne am Tag agieren. Nichts entgeht dir.
Stell dir mal vor, das wäre in der Nacht genauso. Du würdest keine Sekunde Schlaf finden.
Deshalb konzentriert sich dein Organismus im Schlaf voll und ganz auf deinen Körper und deinen Geist.
Wie bereits erwähnt finden wichtige Reparaturarbeiten statt. Im Traum werden Erlebnisse aufgearbeitet und verarbeitet. Nichts darf diese so wertvolle Ruhe stören.
Wirklich nichts?
Eine Sicherheitsmaßnahme hat sich dein
Organismus natürlich einfallen lassen. Eine Art Alarmsystem. Alle Geräusche, die dein Gehirn als fremdartig, somit als potentielle Gefahr einordnet oder aber auch Geräusche, die als überlebenswichtig gespeichert sind (Baby wimmert leise: Mutter erwacht sofort), lassen dich erwachen.
Wenn dein lieber Nachbar in der Nacht noch etwas lauter Musik hört, die dir aber gefällt, wirst du ziemlich sicher angenehm weiterschlafen.
Legt er aber um 2 Uhr morgens die „ Best of Thunderdome“ ein, wird dein Schlaf ein jähes Ende finden.
Also, immer deinem Nachbarn bei einer Einladung eine Musik-CD als Geschenk mitbringen, die auch deinen Geschmack trifft.

Ad 5) Bei Dauerstress wird dein Körper trainiert nicht zu schlafen.

Leider wahr!
Als aufmerksamer Leser meiner Artikel, weißt du schon, dass bei Stress Kortisol ausgeschüttet wird. Es macht dich aufmerksam und wach, und wie vorher beschrieben läutet es dein Aufstehen ein. Ein richtiger Muntermacher also.
Bei Dauerstress entsteht ein ständig erhöhter
Kortisolspiegel in deinem Körper, der dich daran hindert die Nacht in Ruhe und Regeneration zu verbringen.
Nach einigen Wochen
Dauerstress wird die Stress-bedingte Schlafstörung chronisch. Das heißt, in Zeiten, in denen endlich kein Stress mehr vorherrscht, bleibt dir die Schlafstörung erhalten. Dein Körper wurde darauf trainiert.
Die wieder loszuwerden, ist schwierig aber machbar.

Was kannst du vorbeugend tun?
Du musst untertags Ruhepausen einlegen. Dein Körper braucht die Erholung um den Kortisolspiegel wieder senken zu können und alle Systeme zu regenerieren.
Du schlägst damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Du wirst am Tag belastbarer und schläfst auch noch gut in der Nacht.
Man sagt: „
Schlafprobleme werden am Tag gemacht und in der Nacht akut.“ (Prof. Dr. Jürgen Zulley)

Wie lange sollst du mindestens schlafen?
Da in den ersten 5 Stunden die eigentlichen
Erholungsprozesse passieren, sollst du mindestens 5 Stunden schlafen. Baue einen Puffer ein, falls dein Schlaf gestört wird. Mit 7 Stunden bist du auf der sicheren Seite.

Ich wünsche dir einen erholsamen Schlaf und süße Träume,

Lukas

P.S.: Verbanne dein Handy aus dem Schlafzimmer! Die Beweise häufen sich, dass die elektromagnetische Strahlung der Telefone Einfluss auf die Schlafqualität hat.


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