Ist Stress messbar und wenn ja ... wie? Teil 2 | blog | lukas°ebner

Ist Stress messbar und wenn ja ... wie? Teil 2

Messmethode2

Das letzte Mal habe ich dir gezeigt was man alles aus deinem Herzschlag über deine derzeitige Stressresistenz, deine Fitness, generell deine Gesundheit ablesen kann.

Dein
Empfinden von Stress hat vom Gehirn ausgehend einen direkten Einfluss auf deinen Herzschlag und vor allem, auf die Ausschüttung von Botenstoffen.
Für dich, eine weitere Möglichkeit den Messstab anzusetzen.

Diese Botenstoffe schwirren in deinem ganzen Körper herum und haben die besondere Aufgabe, wie der Name schon sagt, Botschaften zu übermitteln.
Sie sind essentiell für das reibungslose Zusammenspiel deiner Zellen.



Welche Botenstoffe sind für die Messung relevant?


Cortisol


Mittlerweile bist du schon ein Spezialist was die Physiologie von Stressreaktionen in deinem Körper angeht.
Trotzdem möchte ich noch kurz die
Wirksamkeit von Cortisol beschreiben.
Es zählt zu den wichtigsten Stresshormonen und hat an vielen verschiedenen Schauplätzen in deinem Körper die Finger im Spiel:

Sie beeinflussen …

die Verwertung von Kohlenhydraten (Zucker) und Fetten

die Herstellung von Energie

die Regulierung des Blutzuckers

die reibungslose Funktion von Herz und Kreislauf

die ordnungsgemäße Funktion von Magen und Darm


Ein zu viel oder zu wenig, kann, wie du siehst, ordentlich für Unruhe sorgen.


Zu viel

Bluthochdruck

Raubbau deiner Energiereserven

Schwächung deines Immunsystems


Zu wenig (im Falle einer Nebennieren-Insuffizien)

Müdigkeit durch reduzierte Blutzuckerregulation

Verdauungsstörungen durch gestörte Magen-Darm-Funktion
Nervosität

Belastbarkeit kaum vorhanden

... um nur ein paar Beispiele zu nennen. Willst du genaueres erfahren,
lies meinen Artikel über die Nebennieren-Insuffizienz.


Melatonin

Chronischer Stress hat enorme Auswirkungen auf deinen sonst so erholsamen Schlaf. Besser gesagt auf deinen Melatoninspiegel, dem Schlafhormon.
Die Produktion und Ausschüttung wird, abhängig vom Tageslicht, durch deine
innere Uhr gesteuert. Ist die durch dauerhafte Belastung verstellt, kommt auch dein Melatoninhaushalt durcheinander.

Stress sorgt ja bekanntlich nicht für gute Laune. Dein
Glückshormon Serotonin ist demnach aufgebraucht. Das ist wiederum sehr schlecht für dein Melatonin, denn aus Serotonin wird Melktonin gebildet. Stehen nicht alle Zutaten zur Verfügung, kannst du dir ja vorstellen, dass das Endprodukt ein wenig fade schmeckt.

Zu wenig Melatonin

Einschlafprobleme

Keine erholsamen Tiefschlafphasen

Keine Regeneration deines Organismus

Deine Energiereserven werden nicht aufgefüllt


Dass dies direkte Auswirkungen auf dein Leistungspotenzial unter Tags hat liegt dann wohl auf der Hand.

Außerdem ist
Melatonin dein stärkstes körpereigenes Antioxidans und hat tumor- und entzündungshemmende Eigenschaften, unterstützt die Nierenfunktion und beeinflusst den Blutdruck.

Ein zu viel an Melatonin sorgt angeblich für Depressionen (Winterdepression aufgrund kurzer Tageslichtzeiten - erhöhte Melatoninkonzentration). Die Studien dazu sind aber umstritten.


Serotonin

Serotonin, dein Glückshormon, kann man in einem Atemzug mit Melatonin nennen.
Wie bereits oben erwähnt sind die Reserven deines Glückshormons mit zunehmenden Stress schnell leer geräumt.
Serotonin wird aus Tryptophan aufgebaut, das der Körper leider nicht selbst produzieren kann. Er ist von der Zufuhr von Außen abhängig.
Nur ein Grund, warum bewusste Ernährung so wichtig für uns ist. (Tipps für tryptophanreiche Nahrung erfährst du beim Abonnieren meines Newsletters).


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Neben der Stimmungs-hebenden Wirkung, gilt Serotonin unter anderem als Appetitzügler.


Zu wenig Serotonin

Du bist schlecht gelaunt

Reduzierte Bildung von Melatonin

Reduzierte Funktion des Herz-Kreislauf-Systems

Reduzierte Funktion des Magen-Darm-Trakts

Gesteigerter Appetit – Gefahr von Übergewicht


Jetzt hast du die drei wichtigsten Messparameter kennengelernt um dein Stressprofil darzustellen.

Was jetzt noch fehlt ist eine Probe von dir, ein Labor und die erklärende Auswertung.
Hast du ein Glück, dass es mittlerweile Anbieter (z.B.
www.medivere.de)gibt, die genau solche Test-Kits sogar im Internet anbieten.
Die sind so leicht Hand zu haben, dass du ganz gemütlich von zu Hause aus die Tests bestellst und sie alleine durchführen kannst.
Die meisten basieren auf Speichelproben, die du dann wieder einschickst, dort werden sie dann in Speziallabors ausgewertet.
Deine Aufgabe besteht nur im Warten bis du die Auswertung bekommst.
Die sind so gestaltet und formuliert, dass selbst medizinische Laien damit was anfangen können.

Es ist natürlich immer ratsam medizinisches Fachpersonal hinzu zu ziehen. Doch
Fachspezialisten im Bereich Präventivmedizin sind immer noch dünn gesät.

Deshalb stellen diese Test-Kits eine sehr einfache, günstige und schnelle Variante dar, um dein
aktuelles Stressprofil zu messen.

Ich bin mir sicher du findest den für dich optimalen Weg um deinen derzeitigen Zustand klar zu definieren.

Hinterlasse mir ein Kommentar oder schreibe mir persönlich eine E-mail über deine Erfahrungen, Wünsche, Gedanken, damit ich noch besser auf deine Bedürfnisse eingehen kann.

Bis nächsten Montag,

Lukas















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